Wenn ich an meine Enkel denke

Eine Großmutter teilt ihre Erfahrungen mit dem Klimawandel und setzt sich mit ihrem Leben zwischen den Generationen und ihren Sorgen, Hoffnungen & TrĂ€umen auseinander.

Eine junge Mutter mit ihren Kindern eine Gruppe Tauben an einem kleinen See in der Stadt.
© Molnar Balint | Unsplash
Datum
13.09.2023 16:08 Uhr
Von
Elsa Friedfeld
Themen & Kategorien
Gesellschaft

Ich stehe vor der Herausforderung, meiner Enkelin eine gesunde Umwelt und nachhaltige Lebensstile weiterzugeben. In diesem Artikel nehme ich Sie mit auf eine ganz persönliche Zeitreise, die zeigt, wie wertvoll der Kampf fĂŒr die KlimaneutralitĂ€t ist.

1960 - Die BlĂŒtezeit des Industriezeitalters liegt hinter uns. Damals ahnte kaum jemand etwas von den Gefahren am Horizont.

1980 - Die ersten Umweltbewegungen etablieren sich in meiner kleinen Stadt. Ich war damals Mutter zweier Kinder und bemerkte erste VerÀnderungen meiner Umgebung. 2005 - Der globale Klimawandel breitet sich aus, und Meteorologen warnen nun immer hÀufiger vor Extremwetter. Dennoch blieben greifbare Lösungen auf Regierungsebene Mangelware.

2021 - Ich bin jetzt Großmutter und lebe in einer Stadt, die den Klimaschutz mutig angeht. Wir haben uns vorgenommen, bis 2030 klimaneutral zu sein. Aber ist das genug, um meiner Enkelin eine gesunde Zukunft zu ermöglichen? Die Kontraste meiner Welt sind schwer zu vermitteln.

Die Welt meiner Kindheit war geprĂ€gt von einer scheinbar unerschöpflichen Natur und einem sorglosen Umgang mit Ressourcen. Mein Enkelkind ist geboren in eine Welt, die sich tĂ€glich verĂ€ndert – und das nicht zum Guten.

Der Glaube, dass es nicht zu spĂ€t ist, gibt mir Hoffnung: Die entschlossenen Anstrengungen unserer Stadt, den ökologischen Fußabdruck zu reduzieren und klimaneutral zu werden, sind ermutigend. Neue Projekte sprießen aus dem Boden: Urban Gardening, Fahrrad-Sharing Dienste und Nutzung erneuerbarer Energien sind nur einige Beispiele von vielen.

Es sind aber nicht nur bahnbrechende Innovationen gefragt, um dem Klimawandel entgegenzuwirken. Ich selbst versuche, durch kleine VerĂ€nderungen in meinem Alltag nachhaltiger zu leben. Statt Auto fahre ich Fahrrad oder gehe zu Fuß. Den PlastikmĂŒll reduziere ich so gut wie möglich.

Der offene Austausch zwischen den Generationen – Eltern, Großeltern und Kindern – ist entscheidend fĂŒr das gemeinsame VerstĂ€ndnis der bevorstehenden Herausforderungen. Neben der Sorge um die Zukunft meiner Enkelin empfinde ich auch Verantwortung, ihr die nötigen Werkzeuge fĂŒr eine bewusstere Lebensweise an die Hand zu geben. Wir reden ĂŒber unseren Umgang mit der Natur, ĂŒber MĂŒllvermeidung und Pflanzen in unserem Garten – und sie lernt daraus.

Meine persönliche Reise durch die Zeit zeigt eins: Erfolgreicher Klimaschutz bedarf einer zielgerichteten Zusammenarbeit zwischen allen Generationen. Es sind sowohl die Ă€ltere als auch die jĂŒngere Generation gefragt. Die Erfahrungen und Beobachtungen der Älteren sind unbezahlbar, und das energische Streben der Jungen nach einer nachhaltigen Zukunft ist entscheidend.

Gemeinsam können wir uns dafĂŒr einsetzen, eine Stadt zu erschaffen, in der KlimaneutralitĂ€t greifbar und realisiert wird. Die Vision meiner Stadt, bis 2030 klimaneutral zu sein, fĂŒhrt dazu, dass wir Projekte und PlĂ€ne teilen. DafĂŒr mĂŒssen wir nun zusammen daran arbeiten.

Wir starten damit, gemeinsam lokale Initiativen auf die Beine zu stellen oder unterstĂŒtzen bereits bestehende Projekte und beteiligen uns aktiv am Dialog. Durch diesen Blog haben wir die einmalige Gelegenheit, all diese wertvollen Gedanken, Erfahrungen und HandlungsvorschlĂ€ge miteinander auszutauschen.

Lasst uns diese Chance nutzen und gemeinsam dafĂŒr sorgen, dass unsere Maßnahmen die LebensqualitĂ€t aller Stadtbewohner verbessern – heute, morgen und fĂŒr die kommenden Generationen.

FĂŒr meine Enkelin wĂŒnsche ich mir eine Stadt, die grĂŒner ist als je zuvor, mit Menschen, die sich respektvoll und achtsam gegenseitig sowie ihrem Lebensraum gegenĂŒber verhalten. Ich möchte ihr die Hoffnung geben, dass sie in einer Welt leben kann, in der KlimaneutralitĂ€t zum Alltag gehört.

Beteiligen Sie sich also am GesprĂ€ch in diesem Blog: Teilen Sie Ihre Erfahrungen und VorschlĂ€ge! Handeln Sie initiativ und nehmen Sie Kontakt zu Projektleitern oder anderen engagierten ­­Menschen auf, damit wir gemeinsam fĂŒr eine klimaneutrale Stadt kĂ€mpfen können.

Lasst uns in einer Gemeinschaft leben, die das Leben in all seiner Schönheit und Vielfalt schĂ€tzt und sich gleichzeitig bewusst um unsere Umwelt kĂŒmmert. Nur zusammen können wir den Wandel schaffen, den wir uns fĂŒr unsere Kinder und Enkelkinder wĂŒnschen.